24
Nov
2014
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Separater Belichtungsmesser – Sinn?

Die wirklich häufigste Frage wenn ich einem Model meinen externen Belichtungsmesser unter das Kinn halte ist: Was ist denn das für ein teil und was machst du damit? Jede Kamera hat ja schon einen Belichtungsmesser eingebaut – warum hältst du dieses komische Ding noch jemandem unter die Nase? Das ist jetzt einem Hobbyfotografen gar nicht mal so einfach und schnell zu erklären, aber ich sage dann folgenden Satz, dass durch die Lichtmessung mit einem separaten Belichtungsmesser wie dem Sekonic L-478DR die korrekte Belichtungsmessung einfach genauer ist als mit dem eingebauten automatischen Belichtungsmesser der Kamera.

Der separate Belichtungsmesser misst das auftreffende Licht, der eingebaute Belichtungsmesser der Kamera das reflektierte Licht, welches vom Objekt Richtung Kamera zurückgeworfen wird – und das ist ein gravierender Unterschied, total unabhängig vom Kontrast und der Reflektion des Motivs.
Und dies ist das Hauptproblem des eingebauten Belichtungsmessers der Kamera. Dieser versucht immer alles in einem „schönen“ Grau wiederzugeben, egal ob das Motiv jetzt pechschwarz oder leuchtend weiß ist. Beispiel jetzt, ein Mann im schwarzen Anzug – die Kamera denkt sich jetzt oh zu dunkel, muss ich aufhellen – oder eine Frau im weißen Brautkleid, oh zu hell muss ich abdunkeln – und heraus kommt dann ein 18%iger grauer „Einheitsbrei“. Der Anzug des Mannes ist nicht schwarz sondern irgendwie grau und das weiße Brautkleid der Dame ist nicht reinweiß sondern ebenfalls grau bzw. mit einem Graustich, aber auf jeden Fall weit weg von schneeweiß!

Sekonic L-478DR mit Touch-Display Sekonic L-478DR SeitenansichtSekonic L-478DR Rückansicht

Das ist der große Vorteil des separaten Belichtungsmessers. Der weiß ja gar nicht was du fotografieren willst (was hinter ihm los ist), sondern misst einzig und allein das auf das Objekt fallende Licht – that’s it – und du hast deinen Mann im schwarzen Anzug und deine Braut im wunderschön weißen Kleid – perfekt!
Probiert es einfach mal aus: Stellt eure Kamera auf Automatik und fotografiert eine wirklich schwarze Fläche bzw. eine schneeweiße Fläche und beide Fotos werden irgendwie grau. Und dann mit einem separaten Belichtungsmesser und ihr werdet sehen, dass die Fotos farbecht wiedergegeben werden. Denn dem separarten Belichtungsmesser ist es piepschnurzegal ob da jemand mit dunkler oder heller Hautfarbe oder der Anzug schwarz oder weiß ist, ihr werdet immer die richtige Belichtung haben.

Speziell auch in der Studiofotografie oder wenn ich on Location mit mehreren Blitzgeräten arbeite, ist ein separater Belichtungsmesser, wie mein geliebter Sekonic L-478DR nicht mehr wegzudenken, ein absolutes Must-Have! Denn mit diesem kann ich die Blitze einzeln messen und auf meinen gwünschten individuellen Bildlook perfekt abstimmen – ganz easy!
Das nächste Mal stelle ich euch meinen Belichtungsmesser, den hier schon erwähnten Sekonic L-478DR etwas näher vor, ein top Gerät nicht nur für Profis.


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