3
Nov
2014
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Yongnuo YN-568EX Speedlite – Teil 2

Nachdem ich euch in Teil 1 schon ein paar Features des Yongnuo YN-568EX gezeigt habe, will ich heute im 2. Teil noch die restlichen Funktionen, welche mir am Herzen liegen, kurz vorstellen.
Die Druckknöpfe zum Einstellen der verschiedenen Funktionen sind auch relativ klar strukturiert, bis auf das Umstellen der Kanäle und Gruppen, hierfür muss man die Mode-Taste gedrückt halten um in das Menü zu kommen. Auch die Mehrfachbelegung gewisser Tasten trägt nicht gerade zum klaren Verständnis der Bedienung bei.

Mir zumindest geht es bei diesem Blitz leider öfter so. Wenn ich längere Zeit nicht mit ihm arbeite, merke ich mir leider die etwas undurchsichtigen Mehrfachbelegungen nicht wirklich, und muss dann jedesmal in der Bedienungsanleitung nachschlagen. Dies kann schon leicht ärgerlich sein, nimmt man aber bei dem Ladenpreis etwas zähneknirrschend in Kauf.

Yongnuo YN-568EX VorderansichtYongnuo YN-568EX SeitenansichtYongnuo YN-568EX Batteriefach

Betrieben wird der Yongnuo YN-568EX mit 4 AA-Mignon-Zellen bzw. so wie bei mir mit 4 Panasonic Eneloop Akkus mit 2000 mAh. Wobei die Akkus eine schnellere Blitzfolgezeit als die normalen Mignonzellen gewährleisten. Die Blitzleistung des Yongnuo ist wirklich anständig, wobei ich die Leitzahl von 58 nicht ganz quittieren kann. Meinem Gefühl nach hat  er etwa eine 1/2-1 Blendenstufe weniger Leistung als mein Canon 600EX-RT, aber das ist nicht weiter tragisch – kann man ja heutzutage wunderbar mit einer Erhöhung des ISO-Wertes wieder kompensieren.

Was ich schon ärgerlicher finde, ist die enorm komplizierte Einstellung der Sonderfunktionen. Sicher man braucht diese nicht jeden Tag, aber wenn ich schon was an den Grundeinstellungen verstellen möchte, sollte ich dies eigentlich ohne Bedienungsanleitung können – das ist bei diesem Yongnuo leider unmöglich! Man muss für Umstellungen immer die Bedienungsanleitung zur Hand haben, sonst geht gar nix!
Auch dass man keinen zusätzlichen Batteriepack für mehr Leistung und einer schnelleren Blitzfolge anhängen kann, trübt doch etwas das gute Gesamtbild.

Yongnuo YN-568EX Metall-BlitzschuhYongnuo YN-568EX RückansichtYongnuo YN-568EX mit Streulichtblende

Dafür hat er – jetzt werden sicher die Studiofotografen aufhören – einen Piepston, welcher akkustisch anzeigt, dass der Blitz wieder voll geladen ist und man weiter „abdrücken“ kann – tolles Feature, welches man sonst nur bei teuren Studioblitzen findet. Denn bei „schnelleren“ Shootings kann es immer wieder vorkommen, dass der Blitz nicht auslöst, weil er noch nicht aufgeladen ist – kann hier nicht passieren, denn man wartet einfach auf den „Pieps“, Kompliment an die „Chinesen“ – gut mitgedacht!

Von den Anschlüßen her gibt es eigentlich nur einen 2,5 mm Klinkeneingang, an welchem man z.B. Funkauslöser wie meine geliebten PocketWizard Plus III anstecken kann. Beliebter ist hier eigentlich eine PC-Anschlußbuchse, aber was soll’s.
Toll gelöst hingegen wurde die Blitzleistungs-Regulierung von 1/1 – 1/128 über die mittleren Wipptasten. Ein Tipp auf den linken oder rechten Pfeil heißt 1 ganze Blendenstufe rauf oder runter. Hat man dann mal grob die ungefähre Einstellung gefunden, verstellt man dann ganz einfach als „Feintuning“ mit dem oberen bzw. unteren Pfeil die Leistung in 1/3 Blendenstufen – ganz toll und supereasy, so würde man sich das bei allen Blitzgeräten wünschen!

Den Motor-Zoom kann man auch ganz einfach per Drucktaste manuell von 24-105mm einstellen oder man läßt ihn auf A wie Auto, dann stellt ihn der Blitz automatisch mit der Brennweitenwahl mit ein. Das Display kann man per Knopfdruck auch sehr schön orange beleuchten.
Übrigens: Wer ihn als Masterblitz zur Ansteuerung von Yongnuo oder Canon Slave-Blitzen verwenden möchte, muss den Yongnuo YN-568EX II kaufen, ansonsten sind der YN-568EX und der YN-568EX II komplett baugleich und ident.

Fazit: Ein wirklich toller Blitz mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität, top Leistung, bedienungstechnisch mit ein paar kleinen Mankos, aber die nimmt man in Hinblick auf den Preis (kostet ca. 1/4 vom Canon Canon 600EX-RT) sehr gerne in Kauf. Ich habe ihn jetzt seit über einem Jahr, zwischendurch sogar als Hauptblitz im Profi-Einsatz, und er hat mich nie in Stich gelassen.
Ich kann ihn wirklich uneingeschränkt empfehlen.


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