20
Nov
2014
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Sensorreinigung trocken und nass

Schmutz bzw. Staub am Kamerasensor – wer kennt das nicht. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten – entweder man bringt den Kamerabody in ein Fotofachgeschäft bzw. eine Fotoservice-Fachwerkstätte oder man nimmt die Sensorreinigung selbst vor. Aber gleich vorweg: All jene die vielleicht etwas grobmotorisch veranlagt sind bitte Finger weg, denn sonst macht ihr wahrscheinlich bei der Sensorreinigung mehr kaputt als es nützt. Im schlimmsten Fall verkratzt bzw. zerstört ihr den Kamerasensor und dies gleicht eigentlich einem Totalschaden der Kamera!

Da jetzt wahrscheinlich nur mehr diejenigen weiterlesen, welche auch etwas feinmotorisch veranlagt sind, kann ich nun beruhigt fortfahren. Die Kamerasensor-Reinigung ist wahrlich keine Hexerei und wirklich kinderleicht auszuführen. Unbedingte Voraussetzung dafür allerdings die richtigen Reinigungstools. Da ich einmal eine Reinigung in einem Fotofachgeschäft durchführen ließ und mit dem Ergebnis in keinster Weise zufrieden war, googelte ich mal so richtig los und holte mir die nötigen Infos, um diese Reinigung in Zukunft bei allen Bodys selbst zu machen, eigentlich besser und viel günstiger.

Die nachfolgenden Tools verwende ich selbst für meine Sensor-Reinigungen und bin damit 100%ig zufrieden. Diese Teile sind zwar nicht billig, aber selbst Profi-Servicewerkstätten verwenden sie, um die Sensoren von Kundenkameras zu reinigen: Zuerst mal für die Trockenreinigung der VisibleDust Arctic Butterfly 724 Sensorpinsel – ein geniales Teil batteriebetrieben d.h. der Pinsel wird per Schiebeschalter durch einen Motor in schnelle Rotation gebracht.

VisibleDust Arctic Butterfly 724 mit BoxVisibleDust Arctic Butterfly 724 LEDsVisibleDust Arctic Butterfly 724 Rückansicht

Durch diese Rotation des Pinsels, welche man vor der Reinigung ca. 2-3 Sekunden einschaltet, werden die Fasern statisch aufgeladen, was die Aufnahmefähigkeit von Staubpartikel noch einmal deutlich erhöht. Unterstützt wird das ganze noch durch zwei helle LEDs, welche man durch Zurückschieben des Schalters aktivieren kann, zum einfacheren Lokalisieren von Schmutzpartikeln auf dem Sensor. In vielen Fällen reicht diese Trockenreinigung schon aus und man hat wieder einen „sauberen“ Kamerasensor. Um den Sensor zu kontrollieren kann man jetzt die VisibleDust Brite Vue Quasar Sensor Lupe verwenden, die genau für diesen Zweck konzeptioniert wurde – geniales und einzigartiges Teil für die Sensorüberprüfung.

Sollte diese Prozedur noch zu keinem befriedigenden Ergebnis führen und der Sensor immer noch verschmutzt sein, muss man zu einer „Nassreinigung“ greifen. Dazu verwende ich die VisibleDust Sensorreinigungs-Swabs. Das sind so kleine „Mini-Besen“ mit einem Wischtuch vorne oben in verschiedenen Breiten für verschieden große Sensoren (1.0x – 1.3x – 1.6x) – ich empfehle die grünfarbenen 1.0x für alle Vollformat-Sensoren. Die anderen für APS-C (1.6x) und APS-H (1.3x) Sensoren.

 VisibleDust Sensorreinigungs-Swabs für Vollformat VisibleDust Sensorreinigungs-Swabs für VollformatEclipse-Reinigungsflüssigkeit

Diese „Mini-Besen“ muss man vorher mit einer Sensorreinigungs-Flüssigkeit wie z.B. der Eclipse-Reinigungsflüssigkeit von Photographic Solution betropfen (und bitte nicht darin ertränken, sonst habt ihr Schlieren auf dem Sensor!), wirklich nur 2 Tropfen pro Swab-Seite und jetzt GANZ WICHTIG!! – Wenn ihr nun den befeuchteten VisibleDust Sensorreinigungs-Swab in der Hand haltet, bitte nur 1x!! von links nach rechts oder umgekehrt über den Sensor, schon mit etwas Druck, aber halt nur 1x und dann weg mit diesem Swab. Sollte noch immer was auf dem Sensor sein, müsst ihr einen Neuen nehmen, unbedingt.
Denn wenn ihr diesen Reinigungs-Swab nochmal verwendet, könntet ihr durch ein abermaliges über den Sensor streifen, mit dem Schmutz vom ersten Mal, den Sensor nun wirklich verkratzen. So jetzt genug der Angst- und Bangemacherei. Wenn man bei der Reinigung genau nach Plan und dementsprechend vorsichtig vorgeht, kann man nichts verkehrt machen und damit eine Menge Geld sparen. Eine Sensorreinigung in den Fachwerkstätten schlägt sich gleich mal mit 50-100 Euro zu Buche – und das für eine einzige Reinigung. Also für alle Rechner unter euch: mit drei in den Fachwerkstätten durchgeführten Reinigungen hat sich diese „Reinigungs-Ausrüstung“ schon amortisiert!

Zu guter letzt möchte ich euch noch ein Video über eine Sensorreinigung von meinem Blogger- und Fotokollegen Alexander Heinrichs zeigen. Da seht ihr genau wie’s gemacht wird – auch ich reinige meine Vollformat-Sensoren genau auf diese Weise. Danke nochmals an Alexander für dieses tolle Tutorial und hier auch ein Link zu seiner Website.


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