13
Okt
2014
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Richtiger Weißabgleich

Weißabgleich bei der Kamera auf Automatik gestellt und gut – zumindest glaubt man, dass die Kamera den automatischen Weißabgleich sowieso richtig macht. Dies mag ja in vielen Fällen so stimmen, aber nicht immer. Wenn man wirklich den identen Bildlook wie bei der Aufnahme haben will, kommt man oft um den manuellen Weißabgleich nicht herum.

Mit dem Weißabgleich ändert sich nicht nur die Lichtstimmung sondern es verändert sich natürlich auch die Farbtemperatur im Bild, welche dann andere Farbtöne wahrnehmen läßt – aber bitte nicht verwechseln mit der Farbkalibrierung (Kamerakalibrierung), das ist wieder ganz etwas anderes.
Am einfachsten geht dies, vorausgesetzt man fotografiert im RAW-Modus, mit dem XRite Colorchecker Passport oder mit einer einfachen Graukarte, welche man ganz einfach auf dem ersten Foto mitfotografiert.

Ich zeige euch hier ein Beispiel, wo man auch die Farbveränderung gut sehen kann.
Das linke Bild ist mit dem automatischen Weißabgleich der Kamera fotografiert, das Rechte dann mit dem nachträglichen manuellen Weißabgleich mit der Pipette in Adobe Photoshop Lightroom 6.

Automatischer Weißabgleich

Automatischer Weißabgleich

Manueller Weißabgleich mit XRite Colorchecker Passport

Manueller Weißabgleich

Wie ihr seht ist das linke Foto (mit dem automatischen Weißabgleich der Kamera) wesentlich kühler und tendiert schon zu einem leichten Blaustich, während das Rechte (mit dem nachträglichen manuellen Weißabgleich in Adobe Photoshop Lightroom 6) wesentlich wärmer wirkt und die wirkliche und reale Bildstimmung zum Zeitpunkt der Aufnahme wiedergibt.

Man glaubt zwar, man merkt sich ja eh die Lichtstimmung wie sie beim Shooting war, und kann dann ebenfalls mit dem manuellen Weißabgleich in Adobe Photoshop Lightroom 6 etc. gefühlsmäßig nachregeln – dies ist aber ein totaler Irrglaube. Glaubt es bitte – ihr kriegt die Farben im Nachhinein mit Schätzen nie auch nur annähernd so hin, wie sie bei der Aufnahme waren.

Mein bevorzugtes und nahezu von allen Profifotografen benutztes Teil für den richtigen Weißabgleich ist der XRite Colorchecker Passport der mit einer geeichten Graukarte (18% Reflexion des Lichtes – nicht 18% Grauwert!!, der Grauwert liegt bei ca. 13%, dies verwechseln die meisten) aufwarten kann und bei mir bei jedem Shooting immer in meiner Fototasche dabei ist.

Den XRite Colorchecker Passport auf dem ersten Foto mitfotografiert, dann im Bildbearbeitungsprogramm mit der Pipette auf das Graustufenfeld vom Colorchecker geklickt, und schon hat man den perfekten Weißabgleich – thats it!


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