30
Mrz
2015
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Tamron SP 24-70 f/2.8 Di VC USD

Heute will ich euch mein vor kurzem erworbenes Tamron SP 24-70 mm f/2.8 für meine Nikon D750 vorstellen. Dies soll kein typischer Objektivtest mit Linienauflösung, Farbneutralität etc. etc. sein, sondern ganz einfach ein kleiner Outdoor-Praxisbericht, in welchem sich das Objektiv bewähren konnte. Produktbilder wie auch die technischen Daten dieses lichtstarken Standard-Zooms werdet ihr hier vermissen, das könnt ihr sowieso hundertfach im Netz  nachlesen.

Da ich vor meinem Wechsel zu Nikon das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM an einem meiner ebenfalls schon verkauften Canon-Bodies angeschraubt hatte, halte ich mich dafür geeignet, hier einen kleinen Praxis-Vergleich ziehen zu können. Von der Haptik her gibt es nicht viel Unterschiede, vielleicht der, dass der Zoom-Drehring beim Tamron etwas schwerer geht, aber das empfinde ich nicht unbedingt als Nachteil. Ansonsten ist das Tamron wirklich hochwertig verarbeitet und mit seinen 825 Gramm nicht gerade ein Leichtgewicht, aber das haben alle Standard-Zooms mit Blende 2.8 so an sich, dass sie ziemlich schwere Teile sind. Das ist aber bautechnisch aufgrund der durchgehenden Lichtstärke von 2.8 auch gar nicht anders möglich.
Auch hat es einen Lock-Schalter, welcher den Zoomring sperrt, damit dieser beim Tragen bzw. wenn die Kamera mit Objektiv am Tragegurt baumelt, nicht herausrutscht. Dies ist bei diesem Objektiv aber eigentlich überflüssig, denn der Zoom ist gerade mal so schwergängig, dass sich dieser auch ohne Absperren nicht von selbst herausdreht. Was aber sicher viel wichtiger ist, wäre die Tatsache, dass das Tamron SP 24-70 mm f/2.8 einen wirklich gut funktionierenden Bildstabilisator besitzt, der bei schlechten Lichtverhältnissen hervorragende Arbeit verrichtet – tolles Feature, welches die originalen Canon- und Nikon 2.8er-Standardzooms bis heute leider nicht bieten können.
Und wer schon mal bei schlechten Lichtverhältnissen wie in der Dämmerung, in dunklen Kirchen oder in dunklen Räumen ohne Blitzlicht auskommen musste, weiß wie wertvoll so ein zusätzlicher Blendengewinn sein kann. Das heißt in der Praxis, man gewinnt ca. 2-3 Blendenstufen. Ganz tolle Sache wenn man dann z.B. mit dem eingebauten Bildstabilisator des Tamrons noch Belichtungszeiten von einer 1/15 Sek. voll freihand nützen kann und noch immer scharfe Aufnahmen ohne Blitz hinbekommt. Großes Lob an Tamron, das haben sie toll hingekriegt. Warum das Canon oder Nikon bei ihren Standardzooms den Kunden bis heute immer noch vorenthaltet, wissen die beiden Japaner wahrscheinlich nur selber.

Nun noch kurz zum Autofokus, mit welchem ich bei meinem Ex-Canon 24-70 f/2.8L II aufgrund seiner enormen Geschwindigkeit sehr zufrieden war. Das Tamron hängt hier nicht wirklich nach. Tamron hat es verstanden, in diesem neuen Profiobjektiv einen leisen und sehr schnellen Autofokus einzubauen, den Ultrasonic Silent Drive, das ist ihnen wirklich sehr gut gelungen. Und noch dazu geht das Scharfstellen sehr leise von statten, ich vermisse mein Canon-Zoom nicht mehr. Auch die Reaktion bzw. Geschwindigkeit des Autofokus bei schlechten Lichtverhältnissen ist wirklich hervorragend!

Fazit: Das Tamron SP 24-70 f/2.8 Di VC USD ist ein ausgezeichnetes lichtstarkes Profi-Zoom mit toller Haptik, welches nicht nur aufgrund des eingebauten Bildstabilisators und des hervorragenden Preis-Leistungsverhältnisses, eine im Vergleich zu den Canon- und Nikon-Pendants mehr als interessante Variante für jeden ambitionierten bzw. professionellen Fotografen darstellen sollte.

Ich habe euch hier unten noch eine kleine Bildgalerie, welche ich mit diesem Tamron fotografiert habe, zusammengestellt und die einzelnen Bilder mit den genauen Belichtungsdaten beschriftet, damit ihr bei den Fotos auch den Blenden- bzw. Brennweitenunterschied sehen könnt.



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